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Was jede(r) noch tun kann (ausser dem Unterschreiben der Petition)

Es gibt viele Möglichkeiten, den persönlichen Stromverbrauch zu vermindern, Sparmassnahmen auf regionaler Ebene zu puschen und den Aufschwung der erneuerbaren Energien zu unterstützen:

1. Den persönlichen Stromverbrauch vermindern
Die Beleuchtung beansprucht 21% des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts. Um Strom und über die Jahre auch Geld zu sparen, ersetzt man die Glühlampen durch Stromsparlampen. Nicht vergessen: Licht löschen beim Verlassen eines Raums.

Die meisten elektrischen Haushaltgeräte sind grosse Stromfresser: Kochherd, Tiefkühler, Kühlschrank, Geschirrspülmaschine, Waschmaschine und Wäschetrockner sind die schlimmsten. Wenn sie ersetzt werden müssen, sollte man Geräte der Klasse A++, A+ oder A wählen, das lohnt sich. Auf jeden Fall sollte man den Geschirrspüler erst einschalten, wenn er voll ist, die Wäsche zum Trocknen wenn möglich aufhängen, beim Kochen Deckel auf die Pfannen setzen, die Heizplatte oder den Backofen 5 bis 10 Minuten vor Kochende ausschalten und das Wasser in einem separaten Kocher erhitzen.

Die Geräte auf "stand-by" verbrauchen 12% des gesamten Stroms eines Haushalts - eine reine Verschwendung! Die Computer- und Multimediageräte können an Mehrfachstecker mit Schalter angeschlossen werden. Die Ladegeräte für Telefone und ähnliches sind von der Steckdose zu nehmen, sobald die Batterien aufgeladen sind.

 

2. Strom aus erneuerbarer Erzeugung kaufen
Solange Groupe E im Kanton ein Monopol besitzt, ist dies der einzige Lieferant für "grünen" Strom - mit Aufpreis. Aber je mehr Kunden gewillt sind, diesen Aufpreis zu zahlen, desto eher wird Groupe E Richtung erneuerbare Energien steuern, und desto eher wird ein Entscheid für ein Kohlekraftwerk in Frage gestellt werden.

 

3. Die Arbeit der Grossräte verfolgen
Unsere persönlichen Entscheidungen, Strom zu sparen und für grünen Strom mehr zu bezahlen, werden uns dazu anspornen, auch die gesetzgeberische Arbeit genau zu verfolgen. Mehrere Anfragen, Motionen und Postulate zu erneuerbaren Energien und Stromsparmassnahmen sind in den letzten Monaten im Grossen Rat eingereicht worden. Hier eine Liste:

Antworten des Staatsrats auf
Q3131.08 Anfrage J.Fasel:
Vereinfachte Baubewilligungen für Fotovoltaikanlagen
abgelehnt (-> Revision des RPBG)

Q3141.08 Anfrage A.Romanens:
Politik der Entwicklung der Groupe E
abgelehnt

P2038.08 Postulat M.T. Weber-Gobet / A. Bachmann
Inventar der für solarthermische und fotovoltaische Einrichtungen nutzbaren Oberflächen der öffentlichen Gebäude

M1042.07 Motion N. Rime / O. Suter
Erneuerbare Energien: zusätzliche Subventionen
abgelehnt

M1018.07 Motion J. Fasel / C. Bulliard
Anpassung der Förderbeiträge für Haushaltwarmwasserbereitung
abgelehnt

M1038.07 Motion E. Collomb
Minimalanteil an erneuerbaren Energien für Haushaltwarmwasser-bereitung
zur Annahme empfohlen

P320.06 Postulat Crausaz / Bürgisser
Mit welchen Mitteln will der Staatsrat die Produktion elektrischer Energie im Kanton erhöhen?
(eine Arbeitsgruppe hat einen Vorschlag erarbeitet)

Alle Einzelheiten finden sich auf der Webseite:
Parlamentstätigkeit

 

 

 

Kollektiv Nein zur Kohle! 2010, alle reservierten Rechte  ::  "Script Petition" Nicolas Dunand 2007-2010, alle reservierten Rechte